Denkmalpflege
Verschiebebahn für die größte Glocke des Mittelalters
Der Erfurter Dom zählt zu den imposantesten Bauwerken in Mitteldeutschland. Berühmt geworden ist er auch durch seine wichtigste Glocke - die „Gloriosa“.
Seit 1499 wird die größte frei schwingende Glocke des Mittelalters zu den wichtigsten Feiertagen angeschlagen. Hatte die Glocke Brände und Blitzeinschläge lange Zeit ohne Schäden überstanden, wurde 1984 ein Haarriss im Schlagring festgestellt. Mit großem Aufwand, vor allem hinsichtlich des Brandschutzes, war die Glocke 1985 in der Glockenstube geschweißt worden. Knapp zwanzig Jahre später zeigte sich ein erneuter Riss, der eine Reparatur erforderlich machte. Da eine zweite Sanierung in der Glockenstube geringere Erfolgssaussichten hatte, fiel die Entscheidung, die Glocke in einer Werkstatt in Nördlingen zu reparieren.
BCH arbeitete am Konzept für den Aus- und Wiedereinbau der Glocke mit, führte die erforderlichen statischen Berechnungen durch und war für die statisch-konstruktive Bauüberwachung verantwortlich.






