Mauerinstandsetzung der Burgmauer Nord Burg Ranis
Ort Ranis
Bundesland Thüringen
Kategorien
Denkmalpflege
Fertigteilplanung
Objektplanung
Bauphysik
Projektbeschreibung
Die bis zu 13 Meter hohe Ringmauer an der Nordseite der Burg Ranis wies erhebliche bauliche Schäden auf. Besonders die vorragende, doppelsitzige Abortanlage war bereits teilweise eingestürzt. Im Jahr 2022 wurde BCH mit der Sicherung und Instandsetzung der Nordmauer beauftragt. In zwei Bauabschnitten erfolgte die Sanierung erster Teilbereiche: Bis zu 20 cm tief ausgewaschene Fugen wurden sorgfältig gereinigt und lagenweise wieder verfüllt. Die eingestürzte Ecke am Abort konnte fachgerecht wieder aufgemauert werden. Historische Putze, vermutlich bis zu 550 Jahre alt, wurden gesichert. Die Holzbalken des Wehrgangs ließen sich dendrochronologisch auf das Jahr 1332 datieren.
Nach dem Aufmauern, Ergänzen und Tiefenverfugen der Mauer wurde eine Deckfuge aufgebracht. Den oberen Abschluss bilden nun wieder originalgetreue Dachziegel sowie eine mit spezieller Fugenabdichtung versehene Mauerkrone. Die Verfugung der Nordmauer erfolgte feldseitig maschinell und hofseitig in traditioneller Handarbeit.
Um den Erhalt der Burg Ranis langfristig zu sichern, ist die Fortführung dieser Maßnahmen an weiteren Teilabschnitten der den Schlosshof umschließenden Ringmauer im Norden und Süden in den kommenden Jahren essenziell.
Bauherr: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
Bausumme: 350.000 € netto
Leistungsumfang:
- Objektplanung: Leistungsphasen 1 – 8
- Tragwerksplanung: Leistungsphasen 1 – 6 Baubegleitende Bauforschung
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