Neubau Fertigungs-, Labor- und Bürogebäude Analytik Jena, Ilmenau
Ort Ilmenau
Bundesland Thüringen
Kategorien
Fertigteilplanung
Tragwerksplanung
Projektbeschreibung
Im Gewerbegebiet „Ehrenberg Ost“ in Ilmenau realisiert die Analytik Jena GmbH ein modernes, energieeffizientes Zentrum für Entwicklung, Fertigung und Administration und setzt damit ein starkes Zeichen für den Innovationsstandort Thüringen. Der Neubau auf rund 10.600 m² Bruttogrundfläche vereint modernste Fertigungsflächen, hochspezialisierte Labore sowie zeitgemäße Büro- und Sozialbereiche für bis zu 80 zusätzliche Arbeitsplätze. Er bietet zugleich Raum für Wachstum bis über das Jahr 2030 hinaus durch Vorbereitung zusätzlicher Erweiterungsflächen
Effizienz durch Stahlbeton- und Spannbetonfertigteile
Der gezielte Einsatz von Fertigteilen aus Spann- und Stahlbeton bot entscheidende Vorteile:
- Schnelle und präzise Montage trotz schwieriger Gelände- und Wetterbedingungen
- Reduzierung der Bauzeit durch parallele Vorfertigung und Montageprozesse
- Hohe Maßgenauigkeit, Qualität und glatte Sichtoberflächen im Innenausbau
- Ressourceneffizienz durch optimierte Materialnutzung und reduzierte Bauabfälle
Bearbeitungszeitraum: 11/2022 - 11/2025
Bauherr: Analytik Jena GmbH & Co. KG
Leistungsumfang:
- Tragwerksplanung gemäß HOAI Leistungsphasen 1–6
- Fertigteilplanung für die gesamte Tragstruktur
- Koordination der Schnittstellen zwischen Ortbeton und Fertigteilbauweise
Mit diesem Neubau schafft Analytik Jena nicht nur Platz für technologische Weiterentwicklung, sondern auch ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Arbeitsumfeld in direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität Ilmenau.
Weitere Informationen
Ziel des Projekts war es, die zuvor getrennt betriebenen Standorte „Langewiesen“ und ETG (Entwicklungs- und Technologie Gesellschaft Ilmenau mbH) zusammenzuführen, Synergien durch eine gemeinsame Infrastruktur und somit Erweiterungs- und Wachstumsoptionen zu schaffen. Die anspruchsvolle Topografie mit hohem Geländegefälle und geologischer Störungszone erforderten eine besonders präzise Planung zur Optimierung der Gründung und Minimierung von Erdbewegungen unter Einhaltung funktionaler und wirtschaftlicher Kriterien.
Das Gebäude gliedert sich in zwei Baukörper – Nord- und Südriegel – mit differenzierter Fassadengestaltung, Staffelgeschoß, großflächigen Öffnungen, Cafeteria mit Freisitz und architektonisch betonten Eingängen, sowie teilweise einer vorgestellten Klimapufferzone mit vertikaler Begrünung. Die technische Infrastruktur ist auf die hohen Anforderungen analytischer und bioanalytischer Systeme abgestimmt, unter anderem mit einem eigenen Technikgeschoss und geschossweise integrierten Technikräumen.
Tragwerksplanung – angepasst an Gelände und Funktion
Aus statisch-konstruktiver Sicht war das Projekt besonders durch das starke Geländegefälle und die differenzierte Gebäudestruktur geprägt. Unsere Tragwerksplanung umfasste die vollständigen Leistungsphasen 1 bis 6. Ziel war es, ein wirtschaftliches Tragwerk zu entwickeln, das zugleich Flexibilität für hochinstallierte Labor- und Fertigungsbereiche ermöglicht. Die Lastabtragung erfolgt über ein durchdachtes System aus Stahlbetonrahmen, tragenden Wandscheiben und Fertigteildecken mit Spannweiten, die eine flexible Grundrissnutzung erlauben.
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