Notsicherung und Statisch-konstruktive Grundsicherung Raspehaus
Ort Rastenberg
Bundesland Thüringen
Kategorien
Denkmalpflege
Objektplanung
Tragwerksplanung
Projektbeschreibung
Sicherungsmaßnahmen am Raspehaus
Das kleine Städtchen Rastenberg im Norden Thüringens hat mehrere interessante Baudenkmale: Unter ihnen zählen die Liebfrauenkirche (nach ihrem Erbauer als Coudray-Kirche bezeichnet), das Renaissance-Rathaus und das am Raspeplan gelegene Raspehaus zu den wichtigsten Gebäuden. Im Letzteren lebte um 1642 Thomas Raspe, ein ernestinischer Verwalter. Das Raspehaus galt als herrenlos und war einsturzgefährdet.
Bearbeitungszeitraum: September 2021 – März 2026
Bauherr: Förderverein Raspehaus e.V.
Leistungsumfang:
- Gutachten zur Zustandserfassung
- Objektplanung: Leistungsphase 1-8
- Tragwerksplanung: Leistungsphase 1-6
- Statisch-konstruktive Bauüberwachung
Weitere Informationen
Vom Landesamt für Denkmalpflege (TLDA) wurde BCH zunächst mit bauhistorischen Untersuchungen und einer Machbarkeitsstudie zur Notsicherung beauftragt. Im Ergebnis des Gutachtens stellte sich heraus, dass es für das Gebäude beinahe schon zu spät, jedoch mit großem Aufwand eine Erhaltung möglich, ist. Das Amt bekannte sich zur Förderung und es gründete sich ein engagierter Förderverein, der das Raspehaus übernahm.
Wir begannen mit Notabstützungen und Verlegen von LKW-Planen auf dem Dach. Danach folgten zwei Giebelsicherungen, eine Maßnahme gefördert vom TLDA, die andere von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Im darauffolgenden Bauabschnitt begannen wir die am meisten einsturzgefährdete Gebäudemitte statisch-konstruktiv zu sanieren und mit einem Trapezblechdach dauerhaft zu schützen, denn bis zur vollständigen Sanierung ist es noch ein langer Weg, der wahrscheinlich auch mit größeren Unterbrechungen der Arbeiten einhergehen wird. Gemeinsam mit dem Förderverein wurden mit einem samstäglichen Arbeitseinsatz im Schuttberg im Innenhof Tor- und Pfortengewände fast vollständig geborgen und somit gleichzeitig die Vereinsmitglieder für das renaissancezeitliche Werksteinmaterial sensibilisiert.
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