Sanierung und Nachnutzung 1. Bauabschnitt Stadtschloss Herrieden

Blick auf den Eingangsbereich des Stadtschlosses Herrieden

Ort Herrieden

Bundesland Bayern

Kategorien Denkmalpflege
Objektplanung Bauphysik
Gesamtplanung

Projektbeschreibung

Im Frühjahr 2016 haben wir den Auftrag zur Architekturplanung der Sanierung der Schlossanlage erhalten. In den nächsten Jahren wird schrittweise der gesamte Gebäudebestand saniert, und die umgebenden Mauern werden wiederaufgebaut oder gesichert. Landschaftsarchitekten widmen sich der Neugestaltung des Schlossparks nach historischen Vorbildern.

Der erste Bauabschnitt umfasste die Sanierung der Nebengebäude des Stadtschlosses sowie der zugehörigen Hof- und Parkflächen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Instandsetzung der historischen Mauern, insbesondere jener, die konstruktiv mit den Gebäuden verbunden sind. Die Arbeiten erforderten eine umfassende denkmalpflegerische und baupraktische Expertise für sämtliche relevanten Mauerzüge.

Am Torhaus und an den Wirtschaftsgebäuden sind die Ringmauern aus Buckelquadermauerwerk aus dem Jahr 1412 bis heute innen und außen sichtbar. In diesen Bereichen wurde das Mauerwerk gereinigt, durch Vierungen ergänzt und fachgerecht verfugt. Teilweise war zuvor der Rückbau von Innenputzen sowie der Austausch einzelner geschädigter Buckelquader erforderlich. In den Innenräumen und im Saal ist die historische Ringmauer nun wieder nahezu vollständig ablesbar.
Auf der Ostseite des Schlosses, zum Schlosspark hin, befindet sich das sogenannte Kellerhaus im ehemaligen Zwinger. Dort wurde die als Gebäudeaußenwand fungierende Zwingermauer freigelegt, statisch ertüchtigt und das Gewölbe mit einer Stahlbetondecke abgedeckt sowie abgedichtet. Auch die Zwingermauer und die brandschutzgeschädigte Ringmauer aus Buckelquadern wurden in dem für die Gewölbeabdichtung erforderlichen Umfang instandgesetzt. Im zweiten Bauabschnitt werden die Fassadenarbeiten fortgeführt.

Bausumme: 4.600.000 € netto

Leistungsumfang:

  • Objektplanung: Leistungsphasen 1 – 8
  • Bauforschung
  • Örtliche Bauüberwachung
Blick auf kleines Häuschen im umgebauten Schlosspark des Stadtschlosses Herrieden
Blick auf den Eingangsbereich des Stadtschlosses Herrieden
Blick in den neu sanierten Hochzeitraum im Stadtschloss Herrieden
Blick in den neu sanierten Hochzeitsbereich des Stadtschlosses Herrieden
Ansicht des neu sanierten Innenbereiches des Stadtschlosses Herrieden
Blick in den neu sanierten Hochzeitsraum im Stadtschloss Herrieden
Blick in einen neu sanierten Treppenaufgang im Stadtschloss Herrieden
Blick in den neu gestalteten Treppenaufgang des Stadtschlosses Herrieden umgesetzt durch BCH
Blick auf die neu sanierte Ringmauer des Schloss Herriedens
Blick auf das Schloss Herrieden vor Sanierung durch das Architekturbüro BCH
Blick auf das Schloss Herrieden mit angefangenen Sanierungsarbeiten
Blick auf mehrere Mitarbeiter der BCH die mit den Sanierungsarbeiten an der freigelegten Ringmauer beginnen
Blick auf das frisch renovierte Torhaus des Schloss Wiehes
Blick auf den sanierungsbedürftigen Innenraum des Torhauses vom Schloss Wiehe
Blick auf den sich in Sanierung befindlichen Innenraum des Kellerhauses des Schloss Wiehes
Blick auf das sich in der Sanierung befindliche Kellerhaus des Schloss Wiehes
Blick in das Kellerhaus welches sich in der Sanierungsphase durch BCH befindet
Blick auf die Sanierungsarbeiten der Ringmauer des Schloss Wiehes
Blick auf das Ringmauerwerk des Schloss Wiehe
Bild des Dachstuhls des Torhauses vom Schloss welches sich in Umbauarbeiten befindet
Blick auf das neu sanierte Torhaus des Schloss Wiehes
Blick in das neu entstanden Treppenhaus des Stadtschlosses Herrieden

Weitere Informationen

Vorrangig wurde die Schlossanlage wieder einer öffentlichen Nutzung zugeführt. Über einen Weg quer durch Schlosspark und Schloss ist eine weitere fußläufige Verbindung zwischen Altstadt und den Vorstadtsiedlungen geschaffen worden. Das Schloss ist nun eine weitere Wegestation des bestehenden „Museums auf dem Weg“.

Im Schloss sind ein Mehrzweck- und Ratssaal unterzubringen, die Dächer von Palas und Brauerei wurden angelehnt an ihre historischen Vorbilder wiedererrichtet und nehmen unter sich die Nutzungen des Bürgersaals auf. Gastronomie, Biergarten, Kleinkunstbühne, Musikschule, Hochzeits- und Seminarräume entstehen. Die Hofflächen dienen zu Sommerfesten, Konzerten und Weihnachtsmärkten.

Die einstige Burg Herrieden

... war eine Niederungsburg am Nordufer der Altmühl nahe Ansbach in Franken. Um 1400 hatten die Eichstätter Bischöfe diese Burg errichtet und zum Verwaltungssitz und gemeinsam mit der im Stadtkern gelegenen Stiftskirche auch zu einem geistlichen Zentrum bestimmt. Verschiedene Eichstätter Bischöfe befestigten die Burg weiter und bauten sie schließlich zum Schloss aus. Als repräsentativer Verwaltungssitz an Bedeutung verloren wurde bereits 1684 in den Gebäuden eine lukrative Brauerei eingerichtet und später an Pächter vergeben.

Zweimal brannten in der Folgezeit die wichtigsten Schlossgebäude bis auf die Grundmauern nieder, und die jeweiligen Besitzer bauten alles wieder auf. Die Nutzung als Brauerei erlosch erst im Jahre 2000. Seither steht die 2009 von der Stadt Herrieden übernommene Anlage leer.

Weitere Projekte

Panoramablick auf Golfhotel Weimarer Land mit Golfkurs

Spa & GolfResort Weimarer Land

Blankenhain | Thüringen
Blick auf Eingangsbereich des neu gebauten Produktionsgebäudes von Siegert TFT

Neubau Produktionsgebäude Siegert TFT

Hermsdorf | Thüringen
Luftaufnahme der neu gebauten Weberei Getzner durch BCH

Neubau Weberei Getzner

Gera | Thüringen

Jetzt Projekt planen

Sie möchten ein bevorstehendes Bauvorhaben in die Tat umsetzen oder haben spezielle Fragen? Wir sind gern für Sie da!

Mitarbeiter in T-Shirt mit schwarzer Brille präsentiert an interaktiven Touch-Displays verschiedene BIM-Modelle, im Vordergrund 4 Personen an großem Tisch