Sicherung und Sanierung der Stützmauer am Gewölbekeller Schloss Wiehe
Ort Roßleben-Wiehe
Bundesland Thüringen
Kategorien
Denkmalpflege
Objektplanung
Tragwerksplanung
Bauphysik
Projektbeschreibung
Im Frühjahr 2016 kam es am Schloss Wiehe zum Einsturz eines Teilbereichs der Stützmauer am Standort des ehemaligen Oberen Schlosses, unmittelbar vor dem erhaltenen Tonnengewölbe. Die Schadensursache lag in der fehlenden Abdichtung des nach dem Gebäudeabbruch lediglich mit Erde überschütteten Gewölbes. In den Gewölbezwickeln anfallendes Niederschlagswasser konnte ungehindert in die Stützmauer eindringen und führte langfristig zu deren Schädigung.
In einem ersten Bauabschnitt wurde der Einsturzbereich beräumt und die Mauerwerksschale unter Verwendung der geborgenen Natursteine wieder aufgemauert, zunächst ohne vollständige Ausbildung der seitlichen Randanschlüsse. Darauf aufbauend erfolgte in einem zweiten Bauabschnitt der schräge Abtrag einer etwa einen Meter starken Erdschicht oberhalb des Tonnengewölbes zur Herstellung einer wirksamen Abdichtung mittels Bentonitmatten. Ergänzend wurden im Gewölbezwickel hinter der Stützmauer Dichtfolien eingebaut, in welche die Bentonitmatten eingebunden sind.
Zur kontrollierten Ableitung des anfallenden Niederschlagswassers wurde am Tiefpunkt vor der Stützmauer ein Drainagesystem installiert, das das Wasser sammelt und durch die Mauer in die bestehende Kanalisation ableitet. Abschließend wurde die gesamte Stützmauer umfassend instand gesetzt. Zusätzlich traten im Tonnengewölbe Schäden auf, insbesondere im Bereich der Schildbögen, die durch partiellen Austausch des Mauerwerks sowie durch Neuverfugung behoben wurden.
Bausumme: 130.000 € netto
Leistungsumfang:
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Objektplanung: Leistungsphasen 1 – 9
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Tragwerksplanung: Leistungsphasen 1 – 6
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